Motivation

Meinem künstlerischen Schaffen widme ich mich mit Herz und Seele.
Ich bin bestrebt lebendige und authentische Kunstwerke zu kreieren, die ihre Betrachter zur Auseinandersetzung anregen,
sie im Herzen berühren und auf verschiedenen Ebenen ihres Wesens neue Impulse induzieren.
In meinen Arbeiten möchte ich alle meine Wahrnehmungen - sowohl grob- als auch feinstoffliche -
sichtbar machen. Auf diese Weise kann ich meine Gefühle offenlegen und reflektieren.
Es offenbaren sich mir die verschiedensten Variationen der Impressionen, die ich wiederrum während des Prozesses der Visualisierung und Formung neu kombiniere und verändere. Formen, Strukturen, Farben, lebendige Geometrie und das alle diese Dinge erst erfahrbarmachende Licht sind die Grundelemente meiner Werke. Jedes einzelne von ihnen zeigt eine Momentaufnahme eines dynamisch-intuitiven Prozesses, der von meinem inneren Strom der Empfindungen geleitet wird. Das Malen und Zeichnen erlebe ich jedes Mal aufs Neue als eine Tätigkeit, während der mein Denken, mein Fühlen und mein Handeln zu einer Einheit verschmelzen.
So gleicht die Entstehung eines Werkes einem natürlichen Wachstumsprozess.

Gezeichnet und gemalt habe ich bereits im Kindesalter. Ich wollte meine Umwelt festhalten und dabei in gewisser Weise auf dem Papier verändern - eine eigene Fantasiewelt erschaffen.
Mein Interesse an Kunst im Großen und Ganzen wurde im Laufe der Jahre immer größer.
Ich bin stets bestrebt gewesen immer tiefer in diese Materie einzutauchen und mir eine ganzheitliche Betrachtungs- und Arbeitsweise anzueignen. Je mehr ich mich mit philosophischen, kunstwissenschaftlichen, kunstgeschichtlichen Zusammenhängen auseinander gesetzt habe, desto länger wurde die Liste an Fragen,
die ich jedoch noch nicht beantworten kann. Und wenn ich denke endlich eine Antwort gefunden zu haben, kommen Gegenargumente und weitere Fragen hinzu.

Ich arbeite oft monatelang an bestimmten Bildern, um dann festzustellen, dass sie nichts geworden sind - ich empfinde sie als misslungen oder kitschig. Viele Bilder habe ich daraufhin übermalt oder vernichtet. Mithilfe dieses Blogs möchte ich nun auch diesen Bildern Raum geben - als Markierung meiner Entwicklung. Letzten Endes stellen sie jedoch eine wichtige Erfahrung für mich dar. Des Weiteren sind die Betrachter so in meinen Arbeitsprozess mit eingebunden und können für sich entscheiden, wie sie die jeweiligen Arbeiten empfinden.

Ein allgemeines Statement zu meinen Arbeiten möchte ich daher nicht schreiben, denn es hat den Anschein einer grundsätzlichen Meinung und Haltung, die nur meine Perspektive voller Fragen widerspiegelt.
Ich und demnach auch meine Arbeiten befinden sich ständig im Fluss - vieles wird verworfen,
anderes wieder aufgegriffen und weiter bearbeitet. Ein Statement zu all meinem Tun wäre meines Empfindens nach zu starr und endgültig.
Außerdem ist jedes Bild ein Statement für sich, welches im Zusammenhang zur inhaltlichen Aussage
einer Bilderserie stehen kann aber nicht muss. Ein Statement bildet sich im Moment der Betrachtung
und kann von Dauer sein oder sich aufgrund einer neuen Erkenntnis wieder auflösen.
Ich bevorzuge eher einen Text zu einigen konkreten Wergruppen / Arbeiten oder ein Interview,
die einen Entwicklungsstand dokumentieren.

Meine Kenntnisse und Fähigkeiten erweitere ich sukzessive. So schloss ich erfolgreich den Studiengang Malerei und Gestaltung an der Hamburger Akademie für Fernstudien ab und studiere seit 2011 Freie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel, wo ich Vorlesungen zur Kunstwissenschaft und -geschichte sowie zur Philosophie besuche. Außerdem belegte ich Kurse an der Freien Schule für Organische Gestaltung Kassel. Anfang 2013 habe ich zusätzlich ein Gaststudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee aufgenommen. Des Weiteren betreibe ich zahlreiche Naturstudien und unternehme Studienreisen. Meine Arbeiten präsentiere ich regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.

In vielen meiner Malereien und Zeichnungen auf Leinwand oder Papier geometrisiere ich
die eingefangenen Wirklichkeitsbilder, es entstehen Phantasiekonstruktionen und surreale Wendungen. Wobei organische, anorganische, kristalline Formen, Strukturen und verschiedenste Kunstströmungen einen weitreichenden Einfluss auf meine Arbeit ausüben.


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97. O.T. (Floral sensibility)
Tusche, Aquarell, Acryl auf Papier (Bamboo Mixed Media, 265 g)
65 x 50 cm
Christina Weiß
2013
  
© Christina Weiß. All rights reserved.

Kommentare:

  1. I love the lines and chaos of your stormy picture. I wish I could say this to you in german. I like your style!

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