Motivation

In meinen Arbeiten möchte ich alle meine Wahrnehmungen, sowohl grob- als auch feinstoffliche, sichtbar machen. Auf diese Weise kann ich meine Gefühle offenlegen und reflektieren. Es offenbaren sich mir die verschiedensten Variationen der Impressionen, die ich wiederrum während des Prozesses der Visualisierung und Formung neu kombiniere und verändere. Jede einzelne Arbeit zeigt eine Momentaufnahme eines dynamisch-intuitiven Prozesses, der von meinem inneren Empfindungsstrom geleitet wird. Das Malen und Zeichnen erlebe ich jedes Mal aufs Neue als eine Tätigkeit, während der mein Denken, Fühlen und Handeln zu einer Einheit verschmelzen.

Gezeichnet und gemalt habe ich bereits im Kindesalter. Ich wollte meine Umwelt festhalten und diese auf dem Papier verändern und dadurch eine eigene Fantasiewelt erschaffen. Mein Interesse an Kunst im Großen und Ganzen wurde im Laufe der Jahre immer größer. Ich bin stets bestrebt immer tiefer in die Kunst-Materie einzutauchen und mir eine ganzheitliche Betrachtungs- und Arbeitsweise anzueignen. Mich kann so gut wie alles inspirieren. Jedoch übt die Formen-, Muster- und Farbenvielfalt der Natur einen besonderen Reiz auf mich aus. Ich bediene mich verschiedenster Materialien und Kunststile, um meine Ideen sichtbar zu machen. Oftmals vereinen sich in meinen Arbeiten illustrative, grafische und malerische Elemente zu einem neuen Ganzen. Feine, detailreiche Tuschezeichnungen, die ich mit zarten Aquarellnuancen koloriere oder nur in schwarz-weiß ausgeführe, sind kennzeichnend für meine Arbeit.

Ein allgemeines Statement zu meinen Arbeiten möchte ich nicht schreiben, denn dieses hätte den Anschein einer grundsätzlichen Meinung und Haltung, die nur meine Perspektive einer Suchenden und (Hinter-) Fragenden widerspiegelt. Ich und demnach auch meine Arbeiten befinden sich ständig im Fluss, wobei vieles verworfen, anderes wieder aufgegriffen und weiter bearbeitet wird. Ein Statement zu all meinem Tun wäre meines Empfindens nach zu starr und endgültig. Außerdem ist jedes Bild ein Statement für sich, welches im Zusammenhang zur inhaltlichen Aussage einer Bilderserie stehen kann aber nicht muss. Ein Statement bildet sich im Moment der Betrachtung und kann von Dauer sein oder sich aufgrund einer neuen Erkenntnis wieder auflösen. Ich bevorzuge eher einen Text zu einigen konkreten Wergruppen / Arbeiten oder ein Interview, die einen Entwicklungsstand aufzeigen.

Mithilfe dieses Blogs möchte ich meinen Werdegang dokumentieren und auch experimentellen Arbeiten Raum geben. Des Weiteren möchte ich die Leser an meinem Arbeits- und Denkprozess teilhaben lassen.


Meine Kenntnisse und Fähigkeiten erweitere ich sukzessive. So schloss ich erfolgreich den Studiengang Malerei und Gestaltung an der Hamburger Akademie für Fernstudien ab und studiere seit 2011 Freie Bildende Kunst an der Kunsthochschule Kassel, wo ich Vorlesungen zur Kunstwissenschaft und -geschichte sowie zur Philosophie besuche. Außerdem belegte ich Kurse an der Freien Schule für Organische Gestaltung Kassel. Anfang 2013 habe ich zusätzlich ein Gaststudium an der Kunsthochschule Berlin Weißensee aufgenommen. Des Weiteren betreibe ich zahlreiche Naturstudien und unternehme Studienreisen. Meine Arbeiten präsentiere ich regelmäßig in Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland.



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Tusche, Aquarell  auf Papier
(Lana Dessin 220 gsm)
A3 (29,7 x 42 cm)
2014
  
© Christina Weiß. All rights reserved.

Kommentare:

  1. I love the lines and chaos of your stormy picture. I wish I could say this to you in german. I like your style!

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  2. Beautiful and elaborate composition, three techniques that go great together and make up.
    Congratulations.
    Greetings.

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