Donnerstag, 28. August 2014

Portrait (No. 4)

Ein weiteres Portrait Experiment, bei dem die Grundierung durchschimmern soll.




Auf die getrocknete schwarze Tusche-Fläche habe ich Klarlack aufgetragen, was zu gewollten Rissbildungen führte.





Portrait (No. 4)
Graphit, Acryl, Öl, Tusche, Klarlack auf Leinwand
33 x 24 x 1,7 cm
Christina Weiß
2014

© Christina Weiß. All rights reserved. 

Freitag, 22. August 2014

Kunstausstellung in der Charité | Campus Benjamin Franklin


Ich möchte Euch herzlich zur KunstVisite in der Charité | Campus Benjamin Franklin einladen, in der mein Bild Kreisläufe neben vielen weiteren interessanten Kunstwerken zu sehen sein wird.

Die Eröffnung findet am Donnerstag, den 04.September um 19 Uhr statt.
Die Ausstellung kann in dem Zeitraum vom 05.09. bis 30.11.2014
täglich von 08:00 - 20:00 Uhr besichtigt werden.

Charité | Campus Benjamin Franklin
Eingang Westhalle
Hindenburgdamm 30
12203 Berlin

Verkehrsverbindungen

Grußwort für den Katalog zur Ausstellung „KunstVisite 2014“ im Campus Benjamin Franklin 

Liebe Bürgerinnen und Bürger von Steglitz-Zehlendorf, liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,

aufgrund des großen Erfolges und der guten Resonanz des vergangenen Jahres wird die erfolgreiche und beliebte Ausstellung „KunstVisite“ auch 2014 wieder in den Räumlichkeiten der Charité, Campus Benjamin Franklin, gezeigt. Somit haben wir in der Zeit vom 5. September bis zum 30. November einen weiteren attraktiven Anziehungspunkt für Liebhaber der schönen Künste in unserem Bezirk. Von den 185 Künstlerinnen und Künstlern, die sich mit 476 Arbeiten beworben haben, präsentieren dort nunmehr 72 Damen und Herren ihre insgesamt 102 Arbeiten. Die Jury, die mit Feingefühl und Kompetenz die vielfältigen Werke der Bewerberinnen und Bewerber auswählte, verdient meine große Anerkennung.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch sehr herzlich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kulturamtes Steglitz-Zehlendorf bedanken, denen es wieder einmal gelungen ist, diese Ausstellung professionell und routiniert auf die Beine zu stellen.
Lassen Sie sich dieses Kunst-Ereignis nicht entgehen und besuchen Sie die Ausstellung im Steglitzer Campus Benjamin Franklin. Ich wünsche Ihnen dabei viel Freude, Entspannung, Entschleunigung und Neugierde auf die unterschiedlichsten ideenreichen Darstellungen, denn wie sagte schon Pablo Picasso (1881 – 1973): „Kunst wischt den Staub des Alltags von der Seele“.

Ihr
Norbert Kopp

Mittwoch, 20. August 2014

Portrait (No. 3)

Nach der Bleistiftvorzeichnung auf einer in mehreren Acryl-Farbschichten grundierten und strukturierten Leinwand, legte ich stark verdünnte Ölfarbe (Emerald Green) auf den Hintergrund. Ich achtete darauf, dass die Farbintensität von oben nach unten abnahm, sodass die hell gelblich-rötliche Grundierung relativ stark durchschimmert. Für das Portrait verwendete ich ebenfalls Ölfarben, wobei ich die Vorzeichnung durchscheinen ließ. Einen Bereich für den "kugelblättrigen Ast" habe ich ausgespart, damit ich dann Tuschekreise auf die Grundierung zeichnen konnte. Ich wollte in diesem Bild, auf einer unebenen Fläche, malerische und grafische Elemente vereinigen.












Portrait (No. 3)
Graphit, Acryl, Öl, Tusche auf Leinwand
24 x 33 x 1,7 cm
Christina Weiß
2014

Derzeit arbeite ich an mehreren Projekten und werde in den kommenden Wochen voraussichtlich nicht so viel Zeit finden, um Euch hier meine neuen Bildern zu zeigen.
Um insbesondere meine Papierarbeiten optimal präsentieren zu können, beschäftige ich mich auch intensiver mit Fotografie. Das Weiß des Papieres auf den Fotos von meinen Zeichnungen zeigt sich meist in verschiedenen Schattierungen besonders an den Rändern oder die Farben werden etwas verfälscht dargestellt, was ich unbedingt beheben möchte. Viele meiner Bilder werde ich dann erneut fotografieren, in der großen Hoffnung das die aktuellen Fotos den Originalen viel näher kommen als die älteren Aufnahmen. Die entsprechenden Bilder werde ich dann auf meiner Webseite aktualisieren. Falls Ihr Ratschläge und Erfahrungen bezüglich dem richtigen Fotografieren von Gemälden und Zeichnungen habt, dann scheut Euch nicht und kontaktiert mich einfach.


© Christina Weiß. All rights reserved. 

Donnerstag, 14. August 2014

Portrait (No. 2)

Ich habe eine Leinwand mit hellgrüner Acrylfarbe grundiert und zeichnete das Gesicht mit einem Bleistift vor. Anschließend habe ich die Ölfarben aufgetragen, wobei die Bleistiftlinien der Vorzeichnung durchschimmern. Die Pinselstruktur, welche ich auf der Grundierung hinterlassen habe, durchzieht das gesamte Gemälde, so als wäre der leichte Wind sichtbar gemacht worden, der dem Gesicht entgegen weht.



Meist beziehe ich auch die Seiten der Leinwand mit ein und setze die Malerei dort fort.



Portrait (No. 2)
Acryl, Graphit, Öl auf Leinwand
24 x 33 x 1,7 cm
Christina Weiß
2014

© Christina Weiß. All rights reserved.

Montag, 11. August 2014

Portrait (No. 1)

Nach langer Zeit nun endlich eine gemalte Arbeit. Das ist das erste Bild einer experimentellen Portrait-Serie.

Nachdem ich das Profil mit Bleistift vorgezeichnet hatte, legte ich zuerst eine verdünnte rote Acrylfarbenschicht auf das Bild und nachdem diese durchgetrocknet war, trug ich ein Golden Flakes-Gel auf. Das Gesicht und den Hals färbte ich anschließend mit weißer Acrylfarbe, wobei ich einige Bereiche aussparte, um die Farbe des Untergrundes durchschimmern zu lassen. Die Haare bekammen einen Goldocker-Ton. Den Hintergrund arbeitete ich mit saftgrüner Acrylfarbe weiter aus, wobei die bereits angelegten leicht roten und goldenen Schichten dezent durchschimmern. Nun bedeckte ich das Gesicht, den Hals und die Haare mit Ölfarben.

Zum einen wollte ich Farbharmonien und ihre gemeinsame Wirkung in dem Endergebnis herausarbeiten: Gelb (gebrochen durch weiß), Ocker, Gold in Wechselwirkung mit Grün (Hintergrund) und einem warmen Grau-braunen Farbton (Haare) und die Wirkung der Komplementärfarben Grün und Rot. Letztlich jedoch wollte ich diesen Gesichtsausdruck festhalten und ihn mit den Farben interagieren lassen.





Portrait (No. 1)
Acryl, Graphit, Öl auf Leinwand
24 x 33 x 1,7 cm
Christina Weiß
2014


© Christina Weiß. All rights reserved.
 

Donnerstag, 7. August 2014

Baum des Lebens


Bäume faszinieren mich schon seit jeher! Ich sitze gerne tagträumend und zeichnend unter großen, alten Bäumen mit filigran verästelter Krone und ausladendem Blätterdach. Ab und zu schweift mein Blick nach oben, um das tanzende Sonnenlicht und den Wind im Laubwerk zu beobachten.

Für die Fertigstellung dieser Arbeit habe ich aufgrund der Vorarbeit etwas länger gebraucht. Ich bin diesmal anders an die Konstruktion herangegangen und habe zunächst ein geometrisches Grundgerüst erstellt, dafür zog ich zum einen diverse Quellen zum Baum des Lebens und zur Heiligen Geometrie heran und zum anderen ließ ich mich einfach durch meine Intuition leiten, sodass auf den ersten Blick eine bakannte und auf den zweiten Blick eine neue Geometrie entstanden ist.

Meine Absicht war es, neben dem Prozess der Zeichnung an sich, organisches, scheinbar chaotisch wachsendes mit einer berechenbaren geometrischen Ordnung zu verknüpfen und somit die Gegensätze Chaos und Ordnung zu vereinen.


Der Baum des Lebens von Athanasius Kircher,
publiziert in Œdipus Ægypticus (1652)

Quelle: Wikimedia CommonsLizenz: gemeinfrei

Athanasius Kircher, der Erfinder des Organum mathematicum, war ein typischer Wissenschaftler des Barock, der sich mit Forschungen auf den folgenden Gebieten beschäftigte: Ägyptologie, Geologie, Magnetismus, Optik, Alchemie, Orientalistik, Medizin und Musik. 








Bei der Zeichnung orientierte ich mich stark an Metatrons Würfel, der auf 13 Kreisen liegt. Die Kreismittelpunkte werden dabei durch Linien miteinander verbunden. Die äußeren Linien zeigen deutlich den Umriss eines Würfels. Die drei sichtbaren Würfelflächen sind jeweils durch ein Kreuz erkennbar.





Des Weiteren hat wohl Leonardo Da Vinci seine Bilder nach den Gesetzen der Heiligen Geometrie konstruiert. Hier sind zwei sehr aufschlussreiche Videos, die mich inspiriert und meine Neugierde geweckt haben, mich noch weiter mit diesem sehr umfangreichen Thema zu beschäftigen:


Des Weiteren bin ich auf das Lied The tree of life von Brendan Perry gestoßen, es wurde einer meiner musikalischen Begleiter bei der Arbeit.

Für eine intensivere Betrachtung von da Vinci's Werken kann folgendes Werk empfehlen:


Nachdem ich nun das geometrische Grundgerüst fertiggestellt hatte, modellierte ich die Krone und die Blätter mit zahlreichen kleinen Tuschekreisen. Den Stamm, die Äste und Wurzeln hingegen mit geschwungenen Linien. Die Teile der Konstruktion habe ich ebenfalls mit Tusche nachgezeichnet.







Baum des Lebens
Graphit-Vorzeichnung, Tusche auf Karton
40,3 x 30 x 0,2 cm
Christina Weiß
2014

© Christina Weiß. All rights reserved.